Warum ich Erwachsenen vorlese

Vorlesen gehört für viele Menschen in die Kindheit.

Da ist jemand, der ein Buch aufschlägt und beginnt zu lesen. Man selbst muss nichts tun. Nur zuhören. Für eine Weile darf man in eine andere Geschichte eintauchen und die eigene Welt ein bisschen draußen lassen.

Irgendwann werden wir erwachsen – und dann liest uns kaum noch jemand vor.

Eigentlich schade.

Denn Geschichten verlieren ihre Wirkung nicht, nur weil wir älter werden. Sie können uns berühren, zum Nachdenken bringen, Erinnerungen wecken, uns zum Lachen bringen oder manchmal auch etwas in uns anstoßen, mit dem wir gar nicht gerechnet haben.

Und vielleicht tut es gerade in unserem oft so vollen Alltag gut, einmal nichts leisten zu müssen. Nicht selbst lesen, nicht aufs Handy schauen, nichts erledigen. Einfach dasitzen und einer Geschichte lauschen.

Deshalb wird es in meinem Gartenhaus künftig auch Vorleseabende für Erwachsene geben.

In kleiner Runde, bei Tee und etwas Gebäck, möchte ich Geschichten vorlesen, die es wert sind, gehört zu werden. Es darf zugehört, geschwiegen, gelacht und – wenn Sie möchten – anschließend über das gesprochen werden, was die Geschichte in Ihnen angestoßen hat.

Und wer einfach nur zuhören möchte, darf auch das.

Vielleicht ist ein Vorleseabend nichts Großes.

Ein paar Menschen. Ein Buch. Ein gemütlicher Raum. Ein paar Stunden Zeit.

Aber manchmal sind es gerade die kleinen Dinge, die uns eine Weile in Erinnerung bleiben.

Der genaue Termin und das Buch, das uns an diesem Abend begleiten wird, werden rechtzeitig auf meiner Homepage bekannt gegeben.

Published On: 10. September 2026By